Archiv für April 2010

alter domfriedhof

schon vor längerer zeit entdeckt: der alte domfriedhof in der liesenstrasse. die strasse trennt die oldschool bezirke/ortsteile mitte und gesundbrunnen und hier verlief bis 1990 auch die bekannte berliner mauer. der alte domfriedhof ist einer von vier friedhöfen an der liesenstrasse. es scheint als würden diese zum teil ineinander übergehen, bzw. liegen eng beieinander. laut wikipedia wurde er 1834 eröffnet und gehört zu den ältesten friedhöfen berlins.

ärgerliches again update

so die bemühungen von gerd buurmann sind anscheint gescheitert. die anzeige wegen volksverhetzung wurde eingestellt. zum einen mit der begründung, dass es nicht relevant sei, da zu wenig menschen ebenfalls anzeige stellten. die andere begründung lautet:

„Ungeachet dessen erscheint ein weiteres Erfordernis, nämlich die Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens, fraglich. Gestört ist der öffentliche Friede nämlich nur dann, wenn eine allgemeine Unruhe in der Bevölkerung innerhalb der Bundesrepulik, mindestens aber unter einer beträchtlichen Personenzahl eintritt bzw. zu befürchten ist. Konkrete Anhaltspunkte für die Annahme, die Plakataktion eines notorischen, auch in anderen Belangen zum Fanatismus neigenden „Weltverbesserers“ könne das Vertrauen der Juden in die Rechtssicherheit erschüttern, sind nicht ersichtlich. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass das psychische Klima in der Bevölkerung gegenüber jüdischen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigt werden könnte oder ist.“

interessant ist das derStandard.at diese woche meldete, dass antisemitische staftaten 2009 zugenommen haben. auch wenn die zahl der taten laut studie in deutschland wohl gesunken sei, ist

„die Verunsicherung in den jüdischen Gemeinden in Deutschland jedoch stark gestiegen“

also für mich klingt das ja irgendwie nach widerspruch zu dem weltbild bzw. deutschlandbild der kölner staatsanwaltschaft.

punk, panke, pankstrasse

eindrücke aus dem lovely wedding, mit seinem berühmten fluss der panke. so berühmt, dass es sogar nen wikipedia artikel zu ihm gibt. ich bin echt beeindruckt. :)

ärgerliches again

also obwohl ich max goldt, der sich hier auf andrew hammel bezieht, recht gebe. dass nämlich eine bestimmte form der öffentlichen empörung irgendwie total peinlich und nervig ist und vor allem im grunde wenig inhaltliche, tiefergehende kritik an bestimmten personen, äusserungen oder verhältnissen darstellt. muss ich trotzdem an dieser stelle meine empörung über einiges zum ausdruck bringen. und das obwohl ich zum glück keine person des öffentlichen lebens bin.

zu allererst wäre da die taz. war ich am weltfrauentag sehr gespannt auf das themenspecial: Männer. Waren die artikel zum teil auch sehr gut. hat sich die taz durch anderweitige ausfälle doch disqualifiziert und ich musste mich eines besseren belehren lassen. nämlich taz kaufen ist nicht nur ärgerlich sondern in erster linie geldverschwendung. grund sind vor allem diese zwei artikel: orthodoxie und sexuelle verfehlung von micha brumlik und pilgerfahrt nach auschwitz von iris hefets. beide artikel beschäftigen sich in besonderer weise mit den thema antisemitismus. homophobie und andere diskriminierungen kommen aber auch vor.

weiterhin verfolge ich seit einiger zeit die bemühung von gerd buurmann, eine im grunde simple angelegeheit durchzuführen, nämlich eine anzeige wegen volksverhetzung bei der polizei in köln gegen eine antisemitische „kunst-aktion“ bzw. den betreiber walter herrmann zu erstatten. das lustige oder eben das empörende an der ganzen sache ist, dass es eben nicht möglich war für buurmann und auch andere diese anzeige zu erstatten. die begründung lautet hier: sie seinen als nicht-juden, nicht betroffen und somit auch nicht berechtigt anzeige zu erstatten. nachzulesen ist die tragik-komödie unter: taper im nirgendwo.

um die laune dann wieder zu heben empfehle ich an dieser stelle mal wieder musik:

wedding ♥ you

ne coole tasche :)
das passenden accessoir für einen bummel oder nen macchiato mit dick sirup im oberholz

Photobucket